c't Digitale Fotografie 4/2018
S. 80
Telekonverter und Alternativen
Aufmacherbild

Telekonverter vs. Crop

Mit steigender Brennweite belasten Objektive das Fotografen-budget enorm. Zumal, wenn man nicht häufig mit extrem langen Brennweiten arbeitet. Eine Alternative zur teuren Anschaffung der nächst größeren Brennweite, ist ein Telekonverter. Der lässt sich mit bereits vorhandenen Objektiven nutzen. Wir haben getestet, ob die Bildqualität leidet, das Handling schlechter wird und ob nicht einfach digitales Zoomen oder der Einsatz einer Crop-Kamera reicht.

Gerade für Tierfotografen kann die Brennweite eines Objektivs oft nicht groß genug sein und auch Sportfotografen benötigen häufig lange Teleobjektive. Wer in diesem Bereich sein Geld verdient, ist gerne bereit für Brennweiten oberhalb von 200 Millimetern überproportional viel zu investieren. Wer aber nur ab und zu in diesen Bereichen unterwegs ist – sei es im Urlaub oder beim Zoobesuch –, wird vor solchen Investitionen eher zurückschrecken. Das Nikkor 400 mm f/2.8E FL ED VR etwa kostet 11.600 Euro. Verlockend wirkt da die Aussicht mit einem Bruchteil der Summe in diese Brennweitenbereiche zu gelangen und dabei nicht auch noch Unmengen schweren Glases mit sich herumschleppen zu müssen.

Hierfür bieten sich mehrere Herangehensweisen an: Zum einen könnte man sich einfach den gewünschten Bildausschnitt in der Bildbearbeitung ausschneiden, beziehungsweise die Kamera im Crop-Modus betreiben.

Man könnte zusätzlich zur Vollformatkamera eine Kamera mit APS-C-Sensor anschaffen – wenn nicht eh schon vorhanden –, um von der Brennweitenverlängerung zu profitieren. Oder aber einen Telekonverter nutzen, der auf Wunsch die vorhandenen Brennweiten um den Faktor 1,4, 2,0 oder 1,7 verlängert.