c't Digitale Fotografie 4/2018
S. 38
Zeitraffer: Vom Foto zum Video
Aufmacherbild
Sternenspuren werden durch Ineinanderkopieren einer Zeitraffersequenz in ein einzelnes Bild erstellt; hier Sterne hinter Nordlichtern.

Faszination Zeitraffer Fotografie

Zeitraffer bestehen aus einzelnen Fotos. So lassen sich leicht hohe Auflösungen und professionelle Looks erreichen. Im Vergleich zur Fotografie stellen die Bilderreihen aber einige spezielle Anforderungen. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, was Sie beim Fotografieren beachten müssen und wie sie mit der Software LRTimelapse zu eindrucksvollen Ergebnissen kommen.

Die Zeitraffer-Fotografie ist eine faszinierende Erweiterung der klassischen Fotografie. Zeitraffer sind Sequenzen von Fotos, die im Abstand von mehreren Sekunden aufgenommen und als Film wiedergegeben werden. Dieser Abstand bleibt normalerweise während der gesamten Aufnahme konstant und wird als Intervall bezeichnet.

Abläufe, die aufgrund ihrer Langsamkeit für das menschliche Auge nicht unmittelbar wahrnehmbar sind, werden beschleunigt und so sichtbar gemacht. Dadurch ermöglicht die Zeitraffer-Fotografie es, die klassische Fotografie – unabhängig von ihrem Genre – auf eine neue Ebene zu bringen.

Viele Bereiche der Fotografie können davon profitieren, mit der Zeitraffer-Fotografie verbunden zu werden. Am häufigsten ist sicher die Verbindung mit der Landschaftsfotografie. Eher langsame Abläufe, wie die Veränderung einer Landschaft vom Tag in die Nacht, lassen sich so visualisieren. Im Bereich der Naturfotografie kann das Wachstum von Pflanzen, das Erblühen von Blumen oder der Verlauf der Gezeiten gezeigt werden. Aber auch in urbanen Umgebungen lässt sich die Zeitraffer-Fotografie sehr gewinnbringend einsetzen: Bei der Architekturfotografie kann sie mit wandernden Schatten den Bildern zusätzliche Dynamik verleihen. In Städten kann sie Verkehrs- und Menschenströme darstellen. Selbstverständlich lassen sich diese einzelnen Disziplinen auch miteinander verbinden.