c't Digitale Fotografie 4/2018
S. 90
Material-Check Stative
Aufmacherbild

Stativ-Materialien im Vergleich

Altbewährter Naturrohstoff, stabiles Metall oder modernes Hightech-Material – für den Bau von Stativen führen Holz, Aluminium und Karbon seit vielen Jahren eine offenbar friedliche Koexistenz am Markt. Wir haben getestet, wie sich die verschiedenen Materialien im Praxiseinsatz schlagen und haben drei vergleichbare Modelle gegeneinander antreten lassen.

Stative sind unerlässliche Hilfsmittel, um unverwackelte Fotos und Videos aufzunehmen. Das typische Fotostativ für unterwegs besteht aus drei Stativbeinen, die an der Spitze von einer Anschlussplatte, auch Stativschulter genannt, mit drei Gelenken zusammengehalten werden. Die Länge der Stativbeine ist durch teleskopartig ineinandersteckende Röhren oder Holzleisten variabel einstellbar. Viele Stative habe eine Mittelsäule, die zusätzlich herausgezogen werden kann. Dank dieser Konstruktion kann man individuell eine angenehme Arbeitshöhe einstellen oder das Stativ für den Transport auf ein handlicheres Maß zusammenschieben.

Bei älteren Stativen limitiert häufig eine Mittelspinne die Spreizung der auseinanderstehenden Stativbeine. Das ist auf Böden vorteilhaft, auf denen die Beine wegrutschen können. Mit der Spreizsicherung ist jedoch auch ein fester Spreizwinkel vorgegeben. Bei modernen Stativen verzichten die Hersteller zugunsten der Flexibilität deshalb meist auf diese Mittelspinne.

Die Hersteller setzen bei den Materialien heutzutage auf Holz, Aluminium und Karbon. Holz wird bereits seit Beginn der Fotografie zum Bau von Stativen verwendet. Im 20. Jahrhundert setzten sich als Material zusätzlich auch Metalle durch, insbesondere Aluminiumlegierungen. Gegenwärtig sind Stativbeine aus Karbon populär. Ob die spezifischen Eigenschaften und Unterschiede dieser Materialien in der fotografischen Praxis eine Bedeutung haben, soll unser Praxistest zeigen.