c't Digitale Fotografie 4/2018
S. 62
Food-Fotografie
Aufmacherbild

FOOD Fotografie

Food-Fotografie ist für Einsteiger eine Herausforderung: Das Essen will gekocht, hübsch angerichtet, ansprechend fotografiert und möglichst noch warm gegessen werden. Gestaltungsregeln beim Fotografieren helfen beim Shooting. Einige der nützlichsten Regeln und deren Anwendung erklärt die Fotografin Corinna Gissemann.

Nahezu täglich werden Sie mit Food-Fotos konfrontiert: Sei es im Supermarkt an der Kasse, im neuesten Werbeprospekt, in der Speisekarte Ihres Lieblingsitalieners oder in den sozialen Medien. Kein Weg führt mehr an appetitlichen und weniger appetitlichen Food-Fotos vorbei. Ob Blogger, Restaurantbesitzer oder Hobbykoch: Alle möchten ihre liebevoll zubereiteten Gerichte fotografieren und anderen präsentieren. Doch für ein schönes und ansprechendes Food-Foto, müssen viele Dinge beachtet werden. Einige verbringen so viel Zeit mit dem Kochen oder Backen und vergessen dabei, dass beispielsweise das Licht, der Aufnahmewinkel, die Komposition und das Styling eines Food-Fotos dafür entscheidend sind, ob wir es appetitlich finden und uns dabei das Wasser im Munde zusammenläuft.

Planung ist Pflicht

Ist das Gericht zubereitet, fangen Einsteiger meist erst damit an, das Set herzurichten, ein typischer Fehler. Bevor Sie mit dem Kochen oder Backen beginnen, ist es wichtig, dass Sie eine genaue Vorstellung davon haben, wie Ihr Gericht beim Betrachter ankommen soll. Soll es eher frisch und leicht oder eher rustikal und dunkler in Szene gesetzt werden? Wie oder worauf möchten Sie Ihr Gericht anrichten? Teller, Schale, auf einem Holzbrett? Welche Lichtrichtung betont die Vorzüge Ihres Gerichts. Welche Requisiten möchten Sie verwenden, oder möchten Sie es eher aufs Wesentliche reduzieren? Machen Sie sich vorab einen genauen Plan, wie Ihr Food-Foto am Ende aussehen soll. Richten Sie, bevor Sie mit dem Kochen oder Backen anfangen, Ihr Set ein, testen Sie mit Ihrer Kamera verschiedene Lichtrichtungen und setzen Sie erst einmal einen Dummy als Ersatz für das spätere Gericht ein.