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T-Mobile-Chef verteidigt Fusionspläne im Kongress

US-Abgeordnete sehen Zusammenschluss mit Konkurrenten Sprint kritisch

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T-Mobile USA

John Legere verteidigte die Fusionspläne mit dem Konkurrenten Sprint vor dem US-Kongress.

(Bild: dpa, Gary He/Insider Images/Archiv)

Bei einer Anhörung im US-Kongress hat der Chef von T-Mobile US, John Legere, die Pläne für eine Fusion mit dem Konkurrenten Sprint verteidigt. Im Repräsentantenhaus stießen die Pläne auf teils deutliche Kritik. Schon im Vorfeld der Anhörung hatten mehrere US-Senatoren Kritik an dem 26 Milliarden-Dollar-Deal geübt.

Legere sagte in der rund dreistündigen Anhörung, dass bei einer Fusion bis 2024 11.000 neue Jobs entstehen würden. Außerdem würden die Preise sinken und vor allem Kunden in ländlichen Gegenden profitieren. Einmal mehr versicherte Legere, dass die Unternehmen für den 5G-Ausbau keine Technik der chinesischen Netzausrüster ZTE und Huawei einsetzen würden. Bei US-Senatoren stößt die geplante Fusion auf Widerstand. Bei der Anhörung im Handelsausschuss des US-Repräsentantenhauses mussten sich die Chefs beider Unternehmen kritische Fragen anhören.

Er könne sich keinen Deal vorstellen, der nicht dazu führe, dass Jobs verloren gingen und die Preise stiegen, sagte etwa der US-Demokrat Mike Doyle. "Diese Fusion würde amerikanische Arbeitsplätze kosten", zeigte sich auch Chris Shelton von der Gewerkschaft "Communications Workers of America" überzeugt.

Ende vergangenen Jahres hatte der zuständige Sicherheitsausschuss CFIUS grünes Licht für die Fusion gegeben, nachdem T-Mobile und Sprint versicherten, keine Technik des chinesischen Netzausrüsters Huawei für den Ausbau verwenden zu wollen. T-Mobile und Sprint hatten den Zusammenschluss im Frühjahr bekannt gegeben.

T-Mobile und Sprint – die Nummer drei und vier am US-Mobilfunkmarkt – wollen in den USA ihre Kräfte bündeln, um Druck auf die Platzhirsche Verizon und AT&T zu machen. Die Genehmigung der Behörden vorausgesetzt, soll das Geschäft im ersten Halbjahr 2019 unter Dach und Fach gebracht werden. Allerdings wird die Fusion in den USA aus wettbewerbsrechtlicher Sicht kritisch gesehen. Die FCC prüft die Pläne derzeit. 2014 war die Fusion schon einmal gescheitert. (rbr)