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Red Dead Redemption 2: Anleger trotz starker Verkaufszahlen nicht ganz zufrieden

Red Dead Redemption 2 hat sich über 23 Millionen Mal verkauft hat. Die Anleger von Publisher Take-Two sind damit nicht komplett zufrieden.

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(Bild: Take-Two)

Red Dead Redemption 2 wurde bis zum 31. Dezember 2018 23 Millionen Mal verkauft – damit ist der Western-Shooter das meistverkaufte Videospiel 2018. Trotz dieser hervorragenden Verkaufszahlen reagierten Anleger enttäuscht auf die Verkündung der Geschäftsergebnisse von Publisher Take-Two. Zwischenzeitlich fiel die Take-Two-Aktie um mehr als 10 Prozent.

Offenbar hatten Anleger noch bessere Verkaufszahlen von Red Dead Redemption 2 erwartet. Wie auch bei Electronic Arts macht den Aktionären Fortnite-Gespenst Angst: Können traditionelle Videospiel-Publisher auch in Zukunft bestehen, wenn so viele Spieler lieber den kostenlosen Battle-Royale-Shooter von Epic Games spielen?

"Take-Two hat im dritten Quartal besser abgeschnitten als erwartet", kommentiert Take-Two-CEO Strauss Zelnick die Geschäftszahlen des Spiele-Publishers. Der Gesamtumsatz im vergangenen Quartal lag bei 1,5 Milliarden US-Dollar, im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum – ohne einen mit RDR2 vergleichbaren Release – noch 480 Millionen Dollar gewesen.

Erfolgreich waren für Take-Two auch Live-Services, also Spiele mit wiederkehrenden Zahlungen – zum Beispiel die Online-Modi von Grand Theft Auto V, NBA 2k19 und RDR2. Dieser Bereich macht bei Take-Two mittlerweile ein knappes Viertel des Gesamtumsatzes aus.

Auch wenn die Börse nicht ganz glücklich ist: Red Dead Redemption 2 ist auf Kurs, in die Fußstapfen von GTA 5 zu treten. Das Action-Spiel hat sich seit Release Ende 2013 über 100 Millionen Mal verkauft, RDR2 brauche für 23 Millionen nicht einmal 3 Monate.

Take-Two-Konkurrent Electronic Arts hat ebenfalls Quartalszahlen veröffentlicht, die für Anleger enttäuschend waren. Der Ego-Shooter Battlefield V verkaufte sich deutlich unter den Erwartungen. EA schob die Schuld dafür unter anderem auf den fehlenden Battle-Royale-Modus, der in den kommenden Wochen nachgereicht werden soll. (dahe)