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c't Magazin

Grafikkarte AMD Radeon VII: Bilder der 7-nm-GPU

Kurz vor dem Test von AMDs High-End-Grafikkarte Radeon VII gibt es nun die ersten unabhängigen Bilder.

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Review Kit: AMD Radeon VII mit separatem GPU/Speicher-Package und netter Beleuchtung

(Bild: c't)

AMD hat vor den ersten Tests der neuen High-End-Grafikkarte am 7. Februar für den heutigen Montag noch ein kleines Hype-chen vorbereitet: Redaktionen dürfen die Inhalte ihrer Review-Kits zeigen und darüber sprechen -- ein sogenanntes Unboxing ohne echten inhaltlichen Mehrwert. Daher stellen wir Ihnen die im Rahmen des Artikels gemachten Aufnahmen der Karte vorab zur Ansicht bereit.

[Update: AMD hat im Nachgang noch den offiziellen Verkaufspreis der Karte mitgeteilt. Ab dem 7. Februar wird die Karte demnach für 729 Euro bei einigen Shops erhältlich sein.]

AMD Radeon VII: Testkarte aus dem c't-Labor. Die Abdeckung der großflächigen Vapor-Chamber hält auch die drei 75-mm-Axiallüfter. Sie wird von vier Torx-Schrauben an Ort und Stelle gehalten.

(Bild: c't)

Das Review-Kit für die Radeon VII traf in der vorigen Woche bei uns ein und enthielt neben der eigentlichen Karte einen LED-beleuchteten Acrylaufsteller, in den ein separates GPU-Package samt HBM2-Speicher eingelassen ist.

Die Radeon VII selbst ist AMDs kommende High-End-Karte, die in Konkurrenz zu Nvidias GeForce RTX 2080 treten soll. Für eine Preisempfehlung von 699 US-Dollar vor Steuern bringt sie mit dem Vega 20 den ersten in 7-nm-Technik hergestellten Grafikchip sowie 16 GByte HBM2-Speicher mit. Letzterer war zwar auch schon auf der Vega Frontier Edition, allerdings in zwei statt in vier Chipstapeln sowie nur mit 2048 statt 4096 Datenleitungen angebunden. Dank des doppelt so breiten Speicher-Interfaces überträgt die Radeon VII Daten nun 1 TByte/s vom und zum Grafikspeicher.

AMD Radeon VII: Rückseite der Testkarte aus dem c't-Labor. Die Backplate wird von fünf Torx-Schrauben gehalten.

(Bild: c't)

Mit 3840 aktiven Shader-Rechenkernen und kurzzeitigen Taktraten von 1800 MHz führt sie rund 13,8 Billionen einfachgenaue Rechenschritte pro Sekunde durch. Für das Training von KI-Systemen kann sie auf die doppelte Rechenleistung mit FP16-Genauigkeit zurückgreifen. Ob der vier-, acht- und sechzehnfache Durchsatz für INT8-, INT4- und INT2-Berechnungen beim KI-Inferencing, den ihre Machine-Learning-Schwestern der Radeon Instinct MI50 haben, auch freigeschaltet ist, ließ AMD bislang offen. Auch zum doppeltgenauen Durchsatz für wissenschaftliche Berechnungen gibt es keine gesicherten Angaben. Aktuell wird von einem Achtel der FP32-Leistung ausgegangen.

AMD Radeon VII: Dem Review-Kit lag die in Acryl eingelassene Extra-GPU bei. Die Seitenlänge des quadratischen Packages beträgt wie beim Vorgänger 47,5 Millimeter, die Fläche der Vega-20-GPU in der Mitte laut AMD 331 mm².

(Bild: c't)

Radeon Vega VII Radeon RX Vega 64 Liquid Cooled Edition Radeon R9 Fury X GeForce GTX 2080 FE
GPU Vega 20 Vega 10 Fiji TU104
Fertigung 7 nm 14 nm 28 nm 12 nm
Rechenblöcke 60 64 64 46
Shader-Rechenkerne 3840 4096 4096 2944
GPU-/Turbo-Takt 1400 / 1750 (1800) MHz 1406 / 1677 MHz 1050 MHz 1515 / 1800 MHz
Rechenleistung (SP / DP) 13,8 / 1,7 (?) TFlops 13,7 / 0,86 TFlops 8,6 / 0,54 TFlops 10,6 / 0,33 TFlops
Speicher 16 GByte HBM2 8 GByte HBM2 4 GByte HBM1 8 GByte GDDR6
Datentransferrate 1 TByte/s 484 GByte/s 512 GByte/s 448 GByte/s
PCIe-Generation 3.0 3.0 3.0 3.0
Display-Anschlüsse 3 x DP 1.4, HDMI 2.0b 3 x DP 1.4, HDMI 2.0b 3 x DP 1.2, HDMI 1.4a 3 x DP 1.4, HDMI 2.0b, USB-C
TDP 300 Watt 345 Watt 275 Watt 225 Watt
Preis ab 699 US-Dollar 700 Euro 630 Euro 850 Euro

(csp)