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Jenoptik-Vorstand: Wir haben 2018 ordentlich zugelegt

Im Rückblick auf 2018 spricht der Vorstand des Jenaer Konzerns Jenoptik von Bestmarken bei Umsatz und Ertrag. Damit liegt die Messlatte für 2019 hoch.

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(Bild: Jenoptik)

Aufträge aus der Halbleiterindustrie und die Lieferung von Mautsäulen haben das Geschäft des Jenaer Konzerns Jenoptik im vergangenen Jahr geprägt. Der Vorstand des TecDax-Unternehmens meldete am Mittwoch in Jena neue Rekordmarken bei Umsatz und Ertrag. Die Erlöse stiegen 2018 nach vorläufigen Berechnungen um knapp 12 Prozent auf rund 834 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um mehr als ein Fünftel auf rund 95 Millionen Euro.

Auch für 2019 sei der Vorstand "auf Basis des hervorragenden Auftragsbestands positiv gestimmt", erklärte Jenoptik-Vorstandschef Stefan Traeger. Er begründete das mit einem "sehr starken" vierten Quartal. Insgesamt seien 2018 Aufträge mit einem Volumen von 874 Millionen Euro eingegangen – fast 9 Prozent mehr als im Jahr zuvor und mehr als ein Jahresumsatz.

Zu dem guten Geschäftsjahr – laut Vorstand dem besten in der Unternehmensgeschichte – hätten Firmenübernahmen beigetragen. Der Kauf der kanadischen Prodomax Automation war nach Unternehmensangaben die größte Jenoptik-Akquisition seit etwa zehn Jahren. Die Firma, die auf Prozessautomation in der Automobilindustrie spezialisiert sei, beschäftige rund 180 Mitarbeiter.

Ausgezahlt habe sich auch die Neuausrichtung mit einer Rückkehr zu den Wurzeln im Optik-Geschäft und Restrukturierungen auf Auslandsmärkten. Seit Jahresbeginn firmiert Jenoptiks Mechatronik-Bereich unter der eigenständigen Marke Vincorion.

Jenoptik stellt optische Systeme für die Industrie, Laser, Mautsäulen und Militärtechnik her. Das Thüringer Unternehmen mit rund 3700 Mitarbeitern ist einer der wenigen eigenständigen Industriekonzerne in Ostdeutschland. (anw)