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Bundesamt fordert mehr Rücksicht auf Naturschutz beim Ökostrom-Ausbau

Ökostrom darf nicht zulasten des Umweltschutzes gehen. Das Bundesamt für Naturschutz fordert eine bessere Planung und sieht Biogas kritisch.

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Bundesamt fordert mehr Rücksicht auf Naturschutz beim Ökostrom-Ausbau

(Bild: Bard-Gruppe)

Der Ausbau der erneuerbaren Energien muss aus Sicht der Bundesamts für Naturschutz (BfN) künftig mehr Rücksicht auf den Schutz von Tieren, Pflanzen und Landschaften nehmen. Es sei wichtig, schon bei der Planung auf einen effizienten Umgang mit Flächen und die Auswirkung auf die Umgebung zu achten, heißt es im "ErneuerbareEnergien Report", den BfN-Präsidentin Beate Jessel am Mittwoch in Berlin vorstellte. "Landschaftliche Qualitäten" zu erhalten, helfe auch dabei, in der Bevölkerung die Akzeptanz für den Bau etwa von Windrädern zu erhöhen.

"Der Ausbau erneuerbarer Energien ist zum Erreichen der Klimaschutzziele zwingend erforderlich und muss auch Arten und Lebensräume vor den Folgen des Klimawandels schützen", sagte Jessel. Die Energiewende müsse aber natur- und umweltverträglich erfolgen. Laut BfN werden für die erneuerbaren Energien derzeit zunehmend naturnahe Flächen wie Wälder oder Grünland in Anspruch genommen. Um Fläche zu sparen, sei es auch sehr wichtig, Energie effizienter zu nutzen, um den Strombedarf zu begrenzen.

Die Behörde fordert weiter, stärker als bisher Dächer in Städten für Solaranlagen zu nutzen und Bürger stärker in die Planung einzubeziehen. Den Anbau sogenannter Energiepflanzen wie Mais für Biogasanlagen sieht das BfN grundsätzlich kritisch: Dafür sehe man "keine ausbaufähigen und naturverträglichen Handlungsoptionen". (cbr)