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RCR3D: Roboter aus dem 3D-Drucker löst Zauberwürfel

Wer sich mit dem Lösen von Rubik's Cubes schwer tut, aber einen 3D-Drucker besitzt, kann sich mit dem Roboter RCR3D einen praktischen Helfer bauen.

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(Bild: Otvinta)

Zugegeben: andere Roboter und Menschen können einen Rubik's Cubes schneller lösen. Dafür ist der RCR3D vom Projekt Otvinta selbstgebaut. Nötig sind Zugang zu einem 3D-Drucker, der Einplatinenrechner Raspberry Pi und viel Zeit. Die reine Druckzeit für die 55 Teile beträgt laut Anleitung 59 Stunden und 20 Minuten.

Mit eventuellen Fehldrucken, Filamentwechseln und Pausen, damit der Drucker nicht unüberwacht vor sich hin werkelt, dauert es vermutlich sogar deutlich länger. Alternativ können die Teile auch für 450 US-Dollar bei Otvinta bestellt werden, wobei die Kosten für den Versand und Zoll noch hinzu kommen. Benötigt werden außerdem eine Webcam zum Überwachen des Fortschritts, Servos und ein Controllerboard, die den Würfel drehen und ein Raspberry Pi.

(Quelle: O.T. Vinta)

Wer keinen Raspi zur Hand hat, kann auch einen Desktop-Windowsrechner einsetzen, denn die Steuerung erfolgt über eine Windows-App. Folglich muss auf dem Raspi ausnahmsweise Windows IoT Core als Betriebssystem installiert sein. Die komplette Anleitung mit allen Druckdateien ist unter CC-Lizenz im Internet verfügbar. Otvinta bietet außerdem kostenlose Tutorials für die 3D-Modelingsoftware Blender und Online-Rechner, um Getriebe zu berechnen.

Im vergangenen Herbst hatte ein japanischer Bastler Aufsehen erregt, als er Videos seines sich selbst-lösenden Zauberwürfel veröffentlicht hatte. Im Inneren seines Rubik's Cube werkeln dafür mehrere Motoren, Lagesensoren und ein Mikrocontroller. Auch eine Batterie ist im Würfel verstaut. Der Rekord für das maschinelle Lösen wurde ebenfalls im vergangenen Jahr aufgestellt und liegt derzeit bei 0,38 Sekunden – mitunter gehen bei diesen Zeiten die Würfel kaputt. (hch)