Test Razer Blade Stealth 13: Flaches Notebook mit cleverer Tastaturbeleuchtung

Test Razer Blade Stealth 13: Alu-Flachmann mit cleverer Tastaturbeleuchtung

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Razers 13,3-Zoll-Notebook Blade Stealth macht unterwegs und auf dem Schreibtisch eine gute Figur, nur für 3D-Spiele ist es nicht ohne Weiteres geeignet.

Gaming-Spezialist Razer kleidet seine Notebooks grundsätzlich in flache Gehäuse aus dunklem Aluminium. Dadurch sehen die Geräte auffällig unauffällig aus – und zwar nicht nur im Vergleich zu den harten Kanten, krachenden Farben und vielen LEDs an Notebooks anderer Gaming-Hersteller, sondern auch ganz allgemein betrachtet: Das reduzierte Äußere erinnert stark an Apples MacBook Pro. Unser Testgerät des 13,3-Zoll-Notebooks Blade Stealth nimmt Understatement besonders ernst: Es kommt in einer Gunmetal genannten dunkelgrauen Variante daher, bei der das glänzend lackierte Razer-Logo im matten Deckel kaum auffällt. Bei den alternativ erhältlichen schwarzen Gehäusevarianten ist das Logo hingegen Giftgrün eingefärbt.

Anders als seine größeren Geschwister ist das Blade Stealth allerdings kein Gaming-Notebook. In ihm kommt zwar ein Vierkernprozessor der achten Core-i-Generation zum Einsatz, aber keine zusätzliche GPU. Stattdessen kümmert sich die im Prozessor enthaltene Grafikeinheit Intel UHD 620 um die Grafikausgabe. Ihre 3D-Leistung reicht nur für Anwendungen wie Google Earth oder Low-End-Grafik von Spielen wie Die Sims oder World of Warcraft aus, und selbst dort sollte man die Regler nicht auf Maximum drehen. Die detail- und effektreichen 3D-Welten von Blockbuster-Action-Titeln überfordern die UHD 620; die Bildwiederholraten liegen dort dann in der Größenordnung einer Dia-Show.

Immerhin: Wer für unterwegs ein kompaktes Notebook wünscht und nur zu Hause am Schreibtisch zocken will, der kann das Blade Stealth mit einer optionalen externen Grafikbox verbinden – sei es nun Razers hauseigener Core v2 oder eine eGPU eines anderen Anbieters. Diese Gehäuse für Desktop-Grafikkarten lassen sich nicht nur an das Blade Stealth, sondern an alle Notebooks mit Thunderbolt-3-Schnittstelle anschließen. Solche Notebooks sind wie auch die eGPUs teuer: Zusammen kosten sie üblicherweise mehr als ein Mittelklasse-Notebook für unterwegs plus ein spieletauglicher Desktop-PC für daheim.

Das glänzend lackierte Logo im matten Deckel fällt kaum auf; bei manchem Lichteinfall ist es sogar unsichtbar.

Abgesehen von Thunderbolt 3 liefert die USB-C-Schnittstelle des Blade Stealth auch USB 3.1 (SuperSpeedPlus, 10 GBit/s) und DisplayPort-Signale. Zudem wird darüber der Akku geladen. Für herkömmliche Peripherie stehen zwei USB-3.0-Buchsen im Typ-A-Format und ein normalgroßer HDMI-Ausgang zur Verfügung. Auf einen Kartenleser muss man verzichten; Gleiches gilt für einen Fingerabdruckleser oder eine IR-Kamera, die biometrisches Einloggen mittels Windows Hello erlauben würden.

Razer verkauft das Blade Stealth im dezenten Gunmetal-Grau nur in der hier getesteten 1750-Euro-Ausstattungsvariante mit 512-GByte-SSD. Mit schwarzem Gehäuse beginnen die Preise bei 1500 Euro (256 GByte); mit 1-TByte-SSD sind 2200 Euro aufgerufen. Der Core i7-8550U und 16 GByte Arbeitsspeicher sind immer an Bord.

Auch beim Display hat man keine Wahl: Der blickwinkelunabhängige IPS-Touchscreen zeigt 3200 × 1800 Punkte. Je nach persönlichem Geschmack kann man die Icon- und Schriftgröße über die in Windows 10 enthaltene Skalierung einstellen. Ähnlich wie bei Dells XPS 13 ist ab Werk eine Automatik namens CABC (Content Adaptive Brightness Control) aktiv, die die Bildschirmhelligkeit dynamisch an den Bildschirminhalt anpasst. Die maximale Helligkeit bekommt man dadurch einzig bei reinweißem Bildschirm zu Gesicht. Ein helles Explorer-Fenster auf dem von Razer vorgesehenen dunklen Hintergrund strahlt hingegen nur mit halber Helligkeit, was nicht ausreicht, um an sonnigen Tagen Spiegelungen auf der glatten Bildschirmoberfläche zu überstrahlen. Razers Support liefert auf Anfrage Firmware-Updates, mit denen man CABC aus- oder anschalten kann – auf c't online können Sie diese aber auch direkt herunterladen.

Bei der Tastatur merkt man, dass das Notebook von einem Gaming-Anbieter stammt: Wie bei den leistungsstärkeren Geschwistern wird auch beim Blade Stealth jede Taste einzeln von RGB-LEDs beleuchtet, wodurch sich Spielereien wie ein Nachglühen nach einem Tastendruck realisieren lassen. Razer nutzt die Tastenbeleuchtung aber auch für eine praktische Hilfe: Nach dem Druck auf die Fn-Taste leuchten all die anderen Tasten auf, mit denen man eine Tastenkombination durchführen kann. Tastenhub und -anschlag stellen Vielschreiber zufrieden. Das Touchpad unterstützt Gesten mit bis zu vier Fingern, separate Maustasten fehlen.

Kurze Lastspitzen übersteht das Kühlsystem ohne Aufheulen. Obwohl wir bei anhaltender Systemlast den an sich sehr guten Wert von nur 0,2 Sone gemessen haben, nervt der Lüfter: Er rauscht hochfrequent in einem sehr schmalen Frequenzband um 3 kHz und klingt dadurch viel lauter, als der niedrige Messwert vermuten lässt.

Der Akku hielt im Test bis zu 11 Stunden durch, was ein ordentlicher, aber kein überragender Wert ist: Andere Notebooks dieser Preisklasse schaffen deutlich längere Laufzeiten. Das beiliegende USB-C-Netzteil fällt ausgesprochen kompakt aus und lädt den Akku in nur einer Stunde auf rund 80 Prozent auf – da können wiederum die wenigsten anderen Notebooks mithalten.

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Razer Blade Stealth

Razer Blade Stealth, Core i7-8550U, 16GB RAM, 256GB SSD

Razer Blade Stealth

Razer Blade Stealth, Core i7-8550U, 16GB RAM, 512GB SSD

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Das Razer Blade Stealth ist ein wertiger mobiler Begleiter im unauffälligen Gehäuse. An der Performance gibt es anders als am Lüftergeräusch nichts auszusetzen, doch bauartbedingt darf man kein Gaming-Notebook erwarten. Fotografen vermissen einen SD-Kartenleser, auch sind keine Komponenten für biometrisches Einloggen über Windows Hello an Bord. (mue)

Razer Blade Stealth 13: Daten und Testergebnisse
getestete Konfiguration
RZ09-02394G32-R3G1
Lieferumfang Windows 10 Home 64 Bit, Netzteil
Schnittstellen (V = vorne, H = hinten, L = links, R = rechts, U = unten)
VGA / DVI / HDMI / DisplayPort / Kamera (Hello) x / x / R / x / ✔ / x
USB 2.0 / USB 3.0 / USB 3.1 / LAN x / 1 × L, 1 × R / 1 × L (1 × Typ C) / x
Kartenleser / Strom / Docking-Anschluss x / x / x
USB-C: Thunderbolt / USB 3.0 / USB 3.1 / DisplayPort / Laden ✔ / ✔ / ✔ / ✔ / ✔
Ausstattung
Display / Touchscreen Sharp LQ133Z1JW26: 13,3 Zoll / 33,7 cm, IPS, 3200 × 1800, 16:9, 276 dpi, 14 ... 333 cd/m², spiegelnd / ✔
Prozessor Intel Core i7-8550U (4 Kerne mit HT), 1,8 GHz (4 GHz bei einem Thread), 4 × 256 KByte L2-, 8 MByte L3-Cache
Hauptspeicher / Chipsatz 16 GByte DDR3-2166 / Intel Kaby-Lake-U
Grafikchip (Speicher) / mit Hybridgrafik int.: Intel UHD 620 (vom Hauptspeicher) / x
Sound HDA: Realtek ALC298
LAN / WLAN x / PCIe: Qualcomm QCA6174A (a/b/g/n-300/ac-867)
Mobilfunk / Bluetooth (Stack) x / USB: Qualcomm (Microsoft)
Touchpad (Gesten) / TPM / Fingerabdruckleser I2C: HID (max. 4 Finger) / TPM 2.0 / x
Massenspeicher / optisches Laufwerk SSD: Samsung PM961 (512 GByte) / x
Stromversorgung, Maße, Gewicht
Akku / wechselbar / Ladestandsanzeige 54 Wh Lithium-Ionen / x / x
Netzteil 65 W, 305 g, 10,8 cm × 3,6 cm × 2,7 cm, Kleeblattstecker
Gewicht / Größe / Dicke mit Füßen 1,35 kg / 32,2 cm × 20,6 cm / 1,5 ... 1,6 cm
Tastaturhöhe / Tastenraster 0,9 cm / 19 mm × 18,5 mm
Leistungsaufnahme
Suspend / ausgeschaltet 0,8 W / 0,7 W
ohne Last (Display aus / 100 cd/m² / max) 2,5 W / 5,7 W / 6,9 W
CPU-Last / Video / 3D-Spiele (max. Helligkeit) 61,9 W / 10,5 W / 31 W
max. Leistungsaufnahme / Netzteil-Powerfactor 65,2 W / 0,53
Laufzeit, Geräusch, Benchmarks
Laufzeit Idle (100 cd/m²) / WLAN (200 cd/m²) 11 h (4,9 W) / 7,9 h (6,8 W)
Laufzeit Video / 3D (max. Helligkeit) 5,9 h (9,1 W) / 1,9 h (28,9 W)
Ladezeit / Laufzeit nach 1h Laden 1,2 h / 9 h
Geräusch ohne / mit Rechenlast 0,1 Sone / 0,2 Sone
Massenspeicher lesen / schreiben 1809,8 / 1526,3 MByte/s
IOPS (4K) lesen / schreiben 127045 / 110451
WLAN 5 GHz / 2,4 GHz (20m) / MU-MIMO-fähig 26,1 / 13,1 MByte/s / ✔
Qualität Audioausgang / Dynamikumfang ++ / 99,4 dB(A)
CineBench R15 Rendering (1 / n CPU) 162 / 503
CoreMark Single-/Multi-Core / GLBench 20724 / 74315 / 545 fps
3DMark (Sky Diver / Fire Strike / Time Spy) 4356 / 1090 / 376
Preis und Garantie
Straßenpreis Testkonfiguration 1750 €
Garantie 2 Jahre
✔ funktioniert, x funktioniert nicht, n. v. nicht vorhanden, ++ sehr gut, + gut, o zufriedenstellend, - schlecht, -- sehr schlecht

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